Graffiti Yucatán Mexico

Yucatán | México (Blogging with Friends)

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Mit dem Zitat von der tollen Denise von di…what? Stelle ich euch meine offiziell neue Kategorie vor: TRAVEL! Denise und ich waren beide letztes Jahr in Mexico und wollen euch gemeinsam ein paar Eindrücke von dem bunt-pulsierenden Land geben. Auf Yucatán haben wir uns ssogar getroffen und leckere Mojitos geschlürft 😉 Hiermit startet also der erste Teil unserer Reise mit einem „Gastbeitrag“ – das Wort finde ich blöd, ich nenne es lieber „Blogging with Friends“ – und los geht’s!

Reisen ist eine Genugtuung… Eine Genugtuung dafür, zu wissen wofür wir arbeiten… Wofür wir uns fünf Tage die Woche zur Arbeit schleppen und den Bürostuhl und unseren Hintern platt sitzen… Ende Einleitung 🙂

Yucatán

„Endlich habe ich Zeit gefunden, die schillernd bunten Bilder auf Kamera und Handy zu durchforsten und euch von meinem Urlaub in Mexiko zu berichten.

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Wir starten die Reise in Playa del Carmen… und da brauchen wir uns jetzt nichts vorzumachen: Playa del Carmen ist ein Touristenort. Allerdings mit viel mehr Charme als Cancun – der Springbreak-Hochburg, dem Malle der Amerikaner.

Trotz all den Touri-Vorurteilen: in Playa lässt es sich prima aushalten und der Ort bietet sich hervorragend als Ausgangspunkt für viele Ausflüge auf der Halbinsel Yucatán an.

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Wenn schon Touristenort, dann wenigstens kein Hotel, habe ich mir gesagt. Unser kleines Apartment (mal wieder über das Portal Airbnb gebucht) lag etwas abseits des Trubels, inmitten eines Wohngebietes mit toll bemalten Häusern. In der nahen Umgebung gab es alles was das Herz begehrte, einen Supermarkt direkt um die Ecke, wo ich gefühlte 20 kg köstliche Avocado-Früchte zum Spottpreis gekauft und in Form von Guacamole vertilgt habe. (Ich bin ein Avocado-Suchti!)

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Essen ist fertig, mein erstes selbstgekochtes mexikanisches Essen in Mexiko 🙂

Zu Fuß waren Strand und das Zentrum – die Avenida 5 – ca. 15 – 20 Gehminuten entfernt. Abends durfte es dann doch gerne mal etwas Unterhaltung und Trubel sein. In den unzähligen Bars traten jeden Abend super Livebands auf und wie könnte man schöner einen Tag am Strand ausklingen lassen, als mit bester Musik und einem eisgekühlten mexikanischen Bier?!

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Relaxing at the beach:

Von unserem Apartment war es schon ein kleiner Fußmarsch zum Strand, aber sobald man die Füße in den feinen Pudersand stecken darf, ist das Entlohnung genug. Mein absoluter Lieblingsstrandabschnitt war der von Playacar. Playacar ist ein abgegrenzter Hotelbereich, sodass auf den ersten Blick nur die Hotelgäste der Luxusbunker diesen gepflegten Strand nutzen können. Wir erfuhren allerdings über unseren Host, dass man einfach durch die Bar „Senior Froggs“ laufen muss und schon eröffnet sich einem der Karibische Traumstrand. Jetzt nur noch eine schattige Palme suchen, und relaaaaaaxen. Alternativ, mit etwas mehr Trubel, dafür aber Liege und Sonnenschirm bietet sich der Beachclub Mamitas an.

Fooooooooood

Gutes Essen MUSS sein und Essenmöglichkeiten gibt es in Playa del Carmen unzählige. Oft habe ich aber auch einfach mein eigenes Chili mit den wunderbaren regionalen Zutaten in der Apartment-Küche auf dem Gasherd (Notiz an mich: ich will irgendwann mal einen Gasherd) geköchelt.
Besonders lecker gespeist haben wir im El Fogon, etwas abseits, aber inmitten hungriger Mexikaner und riesigen Portionen und im 100% Natural (wie der Name schon sagt, frische, gesunde Zutaten und den besten Smoothie ever!!!).

Mexican Food  Mexican Food

Die beste Live-Musik gab es übrigens in der Bar Fah und der Kitxen Bar.

Kultur, Kultur

Ja, ich mag Kultur, genauso wie ich das Meer liebe und Mexiko bietet sich für diese Kombi einfach hervorragend an. Auf meiner To-See-Liste standen folgende Spots: Chichen Itza, Cobà, und Tulum.

Vorab: ich hasse wirklich diese typischen Touren, die an jedem Stand angeboten werden. Will man jedoch günstig, stressfrei und zeitsparend Sehenswürdigkeiten erkunden, bleibt einem eigentlich gar nichts anderes übrig… Klar hat man die Möglichkeit mit den öffentlichen Bussen zu den Spots zu kommen, die fahren jedoch nicht unbedingt regelmäßig, halten ständig und überall, nur nicht da wo man will, weshalb der Preis/Zeitfaktor in keinem Verhältnis steht. Ein eigenes Auto zu mieten wäre noch eine Option gewesen, aber wirklich günstig ist das nicht und mit den mexikanischen Verkehrsregeln muss man sich auch erst mal vertraut machen… Lange Rede, kurzer Sinn… Wir liesen uns knechten. die Zeit ist viel zu wertvoll hier im Urlaub… Mit dem Manko, dass man sich schlechtes Essen, dass als „Traditional Mexican Buffet“ angekündigt wird, geben muss, ganz wichtig inkl. Stepptanzenden mexikanischem Pärchen in Tracht, ständig auf Leute warten muss und durch elende Verkaufsstände buchsiert wird. Sei’s drum, beim nächsten Urlaub, wird das wohl wieder gemacht. Denn letztendlich versprechen die eigentlichen Sehenswürdigkeiten wie bspw. Chichen-Itza, Tulum und Coba nicht zu viel und sind allemal die Touristrapazen wert.

Beginnen wir mit Chichen Itza:

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Chichen Itza, eine der bedeutendsten Ruinenstätten der Mayas wurde 1988 zum Weltkulturerbe erklärt und zählt zu den neuen sieben Weltwundern. Schon beeindruckend. Neben der typischen, von Fotomotiven gekannten Pyramide gibt es noch weitere beeindruckende Bauten auf der Tempelanlage. Es lohnt sich dem Guide zuzuhören, wenn er über Götter, Opfer und Astrologie berichtet. Ich an dieser Stelle, halte mich aber zurück 😉

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Auf dem Weg nach Chichen Itza machten wir noch einen Stop an einer der unzähligen Cenoten. Der Maya-Sage nach sind diese teils unterirdischen Süßwasser-„Pools“ Eingänge zur Unterwelt und wurden daher häufig als religiöse Opferstätten genutzt. Wir nutzten die beeindruckende Atmosphäre für ein kleines Bad im eiskalten Süßwasser. Ein tolles Erlebnis.

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Cenotes Palomitas

Auf dem Rückweg gab es einen kurzen Stopp im Kolonialstädtchen Valladolid. Tolle Architektur und im Gegensatz zum „karibischen“ Mexiko eine tolle Abwechslung.

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Handgemachte Folklore-Bluse… da konnte ich nicht widerstehen…

Tulum und Cobá

Es hatte den ganzen Tag zuvor geregnet und wir dachten schon, die Kombi-Tour findet gar nicht statt. Aber wir wagten das Abenteuer, ausgestattet mit Regenjacken und der Hoffnung auf besseres Wetter… vergeeeeeebens. Tulum ist die einzige Maya-Stätte direkt am Meer, eigentlich ein Träumchen und DAS Postkartenmotiv schlechthin. Ihr müsst euch die Bilder jetzt wirklich bei azurblauem Wasser und türkisfarbenem Himmel vorstellen. 🙁 Aber ich möchte euch schließlich nichts vorenthalten.

Auch als wir Cobá erreichten, zeigten sich keine Sonnenstrahlen, ganz im Gegenteil, es regnete in Strömen, aber nachdem der Guide feierlich verkündet hatte, dass dieses Jahr das letzte Mal die Nohoch Mul-Pyramide bestiegen werden kann, gab es kein Halten mehr. Ich MUSSTE da hoch. Schon erstaunlich, wie abenteuerlustig man im Urlaub wird. Gar nicht mal sooooo ungefährlich die klitschigen Stufen hochzukraxeln, aber ich will den Ausblick sehen und der lohnte sich auch tatsächlich.

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Reiselektüre

Wie immer an meiner Seite: der Lonely Planet. Hätte ich im Vorhinein der Reise gewusst, dass wir uns wirklich nur auf Yucatán beschränken, hätte ich mir hierfür die Ausgabe „Yucatán“ besorgt, anstatt die allumfassende Ausgabe „Mexiko“. Aber nichtsdestotrotz konnte ich wieder viele Informationen aus dem Reiseführer ziehen, speziell auch über die Kultur Mexikos.

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An dieser Stelle vielen Dank an den MairDumont-Verlag für die Unterstützung in Form von Reiselektüre.

In Teil 2 nehme ich euch übrigens mit auf die traumhafte Insel Holbox.

Adios, Amigos! 🙂

Denise

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